Immer „Opfer-bereit“

Huberts Familie

Hubert – der teuflische Anhalter

Arbeitslos, aber weiß Gott nicht beschäftigungsfrei. Täuscht häufig Autopannen vor, um sich dann als hilfebedürftiger Anhalter an die Straße zu stellen. Wer dann freundlicherweise anhält, darf sich auf was gefasst machen. Denn Hubert führt Böses im Sinn – teuflisch Böses!

Er will die Fahrer(innen), die ihn mitnehmen, beeinflussen, verunsichern, ja in den tödlichen Wahnsinn treiben. Warum? Damit es Unfälle hagelt! Am besten  mit möglichst vielen Unfallopfern und Unfallautos. Denn davon profitieren ja er und seine stets „opfer-bereite“ Familie. Zum Glück checken manche sehr schnell, was Hubert für einen hirnverbrannten Unsinn erzählt und sagen laut oder leise NEIN zu Hubert.

Aber es gibt immer wieder „Opfer“, wie Hubert sie liebevoll nennt. Von denen sammelt er – als Beweis und Andenken – gerne kleine Accessoires, die er aus dem Auto mitgehen lässt, meist kurz vor dem Wiederaussteigen.

Huberts Mutter – die „schwarze Witwe“

Betreibt eine Dorfschenke, die sich ausschließlich auf Beerdigungskaffeetrinken spezialisiert hat. Die „schwarze Witwe“, wie sie im Ort auch gerne genannt wird, unterstützt mit dem Erlös aus den Kaffeetrinken ihren langzeitarbeitslosen Sohn Hubert, der beruflich und privat absolut nichts auf die Kette bekommt.

Hubert bedankt sich bei Mutter, indem er versucht, möglichst viele Anlässe für Beerdigungs-Kaffeeetrinken zu beschaffen. Denn darüber freut sich Huberts Mutter nicht nur wegen der eigenen Einnahmen, sondern auch wegen ihrer Söhne, die von schweren Verkehrsunfällen ja ebenfalls profitieren:

Bruder Wilfried – Bestatter und Organhändler

Hat seit einiger Zeit bereits erfolgreiche Beziehungen in den asiatischen Raum und nach Südamerika aufgebaut. Wilfried bekommt von Hubert häufig schon geraume Zeit vor einem Unfall den entscheidenden Tipp, wo sich mal wieder ein von Hubert „geimpfter“, prädestinierter „Crash-Bauer“ auf der Bahn befindet. Da er im seriösen Beerdigungsbusiness für seine Ansprüche nicht genug Geld verdient, hat Wilfried das „Organ-Dealing“, was wie jeder weiß illegal und total verboten ist, bereits vor Jahren angefangen, als „kleine Nebenbeschäftigung“. Schwarz natürlich, sehr schwarz. 

Derzeit sind „Nieren aus Deutschland in Bolivien sehr gefragt“, so Wilfried. „Da muss Hubert mir bald vernünftiges Opfermaterial besorgen“, sagt der gesellige Familienmensch Wilfried, der mit seinem Leichenwagen „immer auf Standby“ ist, genau wie der dritte Bruder:

Bruder Berthold – Schrott- und Gebrauchtwagen-Händler

Ursprünglich wollte Berthold mal professioneller Hütchenspieler werden, war dazu aber rein nervlich nicht in der Lage. Er war einfach zu nervös, und das ständig. Da seine Hände hierdurch dauernd verschwitzt waren, „klebten auch die blöden Hütchen dauernd an meinen langen Fingern“, so Berthold.

Nach einer längeren Phase der beruflichen Orientierung (13 Jahre) streckte er seine langen Finger nach einer einträglichen Alternative aus. Im Handeln und Dealen mit schrottreifen Autos bzw. ausschlachtbaren Schrottautos fand er „ein Betätigungsfeld ganz im Sinne unseres gemeinsamen Familienstrebens“, so Berthold.

Wie Wilfried wartet auch Berthold oft sehnsüchtig auf die Unfälle verheißenden Anrufe seines Bruders Hubert, der gewissermaßen den „Außendienst“ für die skrupellose Familiengang macht.

Sag NEIN zu Hubert!

Sag JA! zur Vernunft

Jedes Gesicht zählt!